Permanente Verspannungen haben nicht
immer etwas mit schlechter Haltung zu tun
Dass unsere Zähne Beschwerden wie Kopfschmerzen und Verspannungen auslösen können, ist den Wenigsten bekannt.
Dabei ist Pressen und Knirschen weit verbreitet, fast jeder tut es. Aus dem alltäglichen Sprachgebrauch kennt man Redewendungen wie „die Zähne zusammenbeißen“ und „sich durch etwas durchbeißen“.
Die Ursachen für Funktionsstörungen sind vielfältig: Stress, Fehlkontakte
der Zähne oder ein falscher Zusammenbiss spielen oft eine tragende Rolle. Probleme, die nicht zahnmedizinischer Art sind, können aber genauso der Auslöser sein, z. B. die Wirbelsäule oder die Psyche. Eine ausgiebige Diagnostik hilft, mögliche Ursachen ausfindig zu machen und zu unterscheiden.
Im Mittelpunkt der Problematik aber steht fast immer die Muskulatur. Sie entwickelt enorme Kräfte,
welche die Strukturen des Gebisses schädigen können. Die Folgen zeigen sich in abgeriebenen
Zähnen, empfindlichen Zahnhälsen, Knochenabbau, Kiefergelenksgeräuschen/ -schmerzen,
verspannter Muskulatur, Bewegungseinschränkung oder Kopfschmerzen. Mitunter können Schmerzen
auch in Nacken, Schultern und Rücken ausstrahlen. In Extremfällen kann sogar das alltägliche Leben
stark beeinträchtigt sein.
Dabei gibt es keine allgemeingültige Regel wann, unter welchen Bedingungen welche Beschwerden,
in welchem Ausmaß auftreten. Junge Menschen mit gesunden Zähnen können genauso Funktionsstörungen zeigen wie ältere Patienten.
Funktionsstörungen entwickeln sich oft unbemerkt. Der Körper kompensiert die Folgen, er gleicht
sie aus. Dies kann lange gut gehen, man verspürt selber nichts, aber irgendwann kann dieses Gleichgewicht kippen. Dabei sind die Anzeichen früh zu erkennen. Probleme und Risiken zeichnen
sich ab, lange bevor Beschwerden auftreten.


